{"id":32,"date":"2024-09-19T14:58:20","date_gmt":"2024-09-19T12:58:20","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.gutheiligenfelde.de\/?page_id=32"},"modified":"2024-09-19T14:58:20","modified_gmt":"2024-09-19T12:58:20","slug":"historie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gutheiligenfelde.de\/wordpress\/theatermakers\/historie\/","title":{"rendered":"Historie"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"324\" height=\"146\" src=\"http:\/\/blog.gutheiligenfelde.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/6663.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-33\" srcset=\"https:\/\/www.gutheiligenfelde.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/6663.png 324w, https:\/\/www.gutheiligenfelde.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/6663-300x135.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 324px) 100vw, 324px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"197\" height=\"287\" src=\"http:\/\/blog.gutheiligenfelde.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/6662.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-34\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Als Beiwerk zu den S\u00e4ngerb\u00e4llen und den sogenannten\u00a0\u00a0 &#8222;gem\u00fctlichen Abenden&#8220; des Gesangvereins sind 1910-1920schon hochdeutsche Einakter gespielt worden.\u00a0\u00a0 Diese Darbietungen fanden so gro\u00dfen Zuspruch, dass in den 30iger\u00a0\u00a0 Jahren bereits Konzert- und Theaterabende im Saal der Gastst\u00e4tteHeinrich Br\u00fcning &#8211; Kreuzlage &#8211; veranstaltet wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings fehlen fast alle Unterlagen \u00fcber die Heiligenfelder Theateranf\u00e4nge vor und zwischen den Weltkriegen. Eines stand aber fest: Die Laienspielgruppe ist l\u00e4ngst nicht so alt wie der Gesangverein, der im Jubil\u00e4umsjahr 1999 auf sein 130j\u00e4hriges Bestehen zur\u00fcckblicken kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Nach den Wirren des 2. Weltkrieges fanden sich anl\u00e4sslich der am 26. und 27. November 1949stattfindenden 80j\u00e4hrigen Stiftungsfeier des M\u00e4nnergesangvereins ehemalige Theaterspielerzusammen und schufen mit dem plattdeutschen Einakter von Friedrich Lange &#8222;Kopp \u00fcnner, Kopp\u00f6ver&#8220; einen Neubeginn. Zu den damaligen Initiatoren geh\u00f6rte u.a. Johann Dannemann, der \u00fcber Jahrzehnte hinweg &#8222;Speelbaas&#8220; der Theatergruppe war. Ihm hat die Theatergruppe zu verdanken, dass es mit dem allj\u00e4hrlich stattfindenden Gesangs- und Theaterabenden in Heiligenfelde einen kulturellen Aufschwung gab. Die Pflege der plattdeutschen Sprache stand dabei im Vordergrund.<\/p>\n\n\n\n<p>1951 wagte man sich schon an die Erfolgskom\u00f6die in 5 Akten von Friedrich Lange &#8222;De Deerns ut&#8217;nDorpkroog&#8220;. 1952 folgte der turbulente Vierakter &#8222;Bes\u00f6\u00f6k ut die Stadt&#8220;. 1953 spielte man das vonWilfried Wroost geschriebene Seemannsst\u00fcck &#8222;Mien Mann, de fohrt to See&#8220;.<br>In den darauffolgenden Jahren brachte man bis auf wenige Ausnahmen abendf\u00fcllende Drei- oder Vierakter. Gern erinnern sich ehemalige Mitspieler aus dieser Zeit an Erfolgsst\u00fccke wie &#8222;Petrus gifft Urlaub&#8220;, &#8222;Dat Verlegensheitskind&#8220;, &#8222;Dat Doktorbook&#8220; usw. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein schwarzer Tag in der Theaterchronik war der Saalbrand am 15. August 1977.Der gro\u00dfe Niebuhrsche Saal und die B\u00fchne wurden v\u00f6llig einge\u00e4schert. Aus diesem Grund mussten 1978 f\u00fcnf Theatervorstellungen ins Gasthaus &#8222;Zur Kreuzlage&#8220; verlegt werden. W\u00e4hrend der letzten Vorstellungen war der Saal so \u00fcberf\u00fcllt, dass die Zuschauer der ersten Reihe ihre F\u00fc\u00dfe auf die B\u00fchne stellen mussten und die Spieler darauf achten mussten, nicht ins Stolpern zu geraten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der neue Saal von Niebuhrs Gasthof wurde im Sommer 1978 fertig gestellt, allerdings mit Einschr\u00e4nkungen in Bezug auf Saal- und B\u00fchnengr\u00f6\u00dfe. Das Problem des fehlenden Umkleide- und Aufenthaltsraumes wurde durch ein vor die hintere Saalt\u00fcr gestelltes und mit einem Tunnelverbundenes Heimmobil gel\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n<p>Von den 1949 bis 1999 insgesamt 171 Theatervorstellungen sind in Heiligenfelde 159 aufgef\u00fchrt worden. 1951 wurde das St\u00fcck &#8222;De Deerns ut&#8217;n Dorpkroog&#8220; in S\u00fcstedt und Neubruchhausen gezeigt,1956 die Kom\u00f6die &#8222;Petrus gifft Urlaub&#8220; in Sudwalde. 1967 wurde der Schwank &#8222;In Hamburg opSt. Pauli&#8220; in Ochtmanien und in Bramstedt gespielt. Bedingt durch die Chorgemeinschaft mit dem M\u00e4nnergesangverein Nordwohlde, wurde in denJahren 1976 bis 1982 im Gasthaus L\u00fcdeke, Nordwohlde, insgesamt sieben Gesangs- undTheaterabende veranstaltet.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Repertoire humorvoller Dreiakter geh\u00f6ren Kom\u00f6dien, heitere Seemannsst\u00fccke, Krimis und auch moderne Volksst\u00fccke, die zum Teil ins Plattdeutsche \u00fcbersetzt wurden. Das zeigt, dass Platt nicht immer &#8222;platt&#8220; sein muss. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Heiligenfelder Theatergruppe setzt sich aus j\u00fcngeren und &#8222;gestandenen&#8220; Akteuren zusammen. Viele sind schon \u00fcber 10 Jahre dabei, einige 20 und mehr Jahre aktiv beim Theater. Die Regie wurde von 1973 bis 1990 von Dieter Gehrke gef\u00fchrt. Seit 1991 zeichnet sich Hans Gottwald f\u00fcr diese Schl\u00fcsselposition verantwortlich. In hervorragender Weise versteht es Hans Gottwald die Spieler zu motivieren und sich ganz mit der darzustellenden Person zu identifizieren. <\/p>\n\n\n\n<p>Erw\u00e4hnenswert ist auch die gute Gemeinschaft in der Gruppe. Auch au\u00dferhalb der Theatersaison treffen sich die Mitglieder jeden 1. Donnerstag im Monat zu einem ungezwungenen Kl\u00f6nabend. Gemeinsame Theaterbesuche, Ausfl\u00fcge, das traditionelle Knippessen und andere Unternehmungen runden das Bild einer harmonischen Verbundenheit ab. Ebenfalls freundschaftliche Beziehungen pflegen die Mitglieder zu den &#8222;Sandstedter Kolk-Speelern&#8220;,den Theaterspielern in S\u00fcstedt, den &#8222;Hachetoler Platt-Snuten&#8220; in Neubruchhausen und den&#8220;Weseloher Holdkroog-Speelern&#8220;. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Akteure sind mit ihren Darbietungen auf der B\u00fchne inzwischen weit \u00fcber die Ortsgrenze hinaus zu einem festen Begriff f\u00fcr das volkst\u00fcmliche plattdeutsche Theaterspiel geworden. Waren fr\u00fcher die Anspr\u00fcche hinsichtlich der Ausstattung bescheidener, so werden heute mehr und mehr h\u00f6here Anforderungen an B\u00fchnenbild, Beleuchtung und Technik gestellt. Aus das Laienspiel selbst muss sich anspruchsvollerem Denken anpassen, denn der Zuschauervergleicht den oft \u00fcberforderten Darsteller nach Feierabend mit den Akteuren einer etablierten B\u00fchne. <\/p>\n\n\n\n<p>Die sorgf\u00e4ltig ausgew\u00e4hlten St\u00fccke pflegen das heimatliche Plattdeutsch. Von den Spielern wird viel Engagement und Einsatzbereitschaft verlangt, denn die Publikumssicherheit wird erst in vielen abendlichen \u00dcbungsstunden erreicht. Bis zu den Auff\u00fchrungen sind etwa 30-35 Proben erforderlich, Proben, die zweimal w\u00f6chentlich stattfinden. W\u00e4hrend der harten Zeit des Probens spielen alle Akteure ihre Rollen mit Begeisterung. Alle Sorgen und M\u00fchen sind vergessen, wenn sich der Vorhang hebt und das Publikum die Spielerw\u00e4hrend der Auff\u00fchrung mit Beifall belohnt<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Walter Wichmann &#8211;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Beiwerk zu den S\u00e4ngerb\u00e4llen und den sogenannten\u00a0\u00a0 &#8222;gem\u00fctlichen Abenden&#8220; des Gesangvereins sind 1910-1920schon hochdeutsche Einakter gespielt worden.\u00a0\u00a0 Diese Darbietungen fanden so gro\u00dfen Zuspruch, dass in den 30iger\u00a0\u00a0 Jahren bereits Konzert- und Theaterabende im Saal der Gastst\u00e4tteHeinrich Br\u00fcning &#8211; Kreuzlage &#8211; veranstaltet wurden. 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